#083 Kölner Perspektiven 2030+: Der Zukunftsplan für die Stadt

Shownotes

Wir sprechen über die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“, den langfristigen Zukunftsplan für die Entwicklung von Köln. Die Strategie versteht sich als Kompass für den Umgang mit den großen Herausforderungen unserer Zeit – von Klimawandel und Bevölkerungswachstum bis hin zu Digitalisierung und wirtschaftlicher Transformation.

Im Mittelpunkt steht ein integrierter Ansatz, der räumliche Planung, soziale Ziele und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verbindet. Ziel ist es, Köln als klimagerechte, resiliente und lebenswerte Metropole weiterzuentwickeln.

Was ihr mitnehmt:

  • Warum Städte langfristige Strategien für ihre Entwicklung brauchen.
  • Wie Klimaschutz, Wohnen und Mobilität zusammenhängen.
  • Welche Rolle Beteiligung und Kooperation für erfolgreiche Stadtentwicklung spielen.
  • Wie Resilienz zur zentralen Aufgabe kommunaler Politik wird.

… und für den Deep Dive ins Rabbit Hole: https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/stadtentwicklung-stadtplanung/die-stadtstrategie-koelner-perspektiven-2030/die-stadtstrategie-koelner-perspektiven-2030

🎧 Transparenzhinweis: Die Inhalte von SNAXX – The Snackable Podcast entstehen in einem kollaborativen Workflow: Die Inhalte und Ideen zu den einzelnen Folgen stammen von Christopher Weiß. Die redaktionelle Ausarbeitung und Produktion erfolgen in Zusammenarbeit mit NotebookLM (Google Labs) unter Nutzung der integrierten Podcast-Funktionen. Die Shownotes werden mit Unterstützung von ChatGPT erstellt, die abschließende Redaktion, Finalisierung und das Publishing übernimmt erneut Christopher Weiß.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen bei Snacks, dem Snackable Podcast produziert von Ström New Audio Culture.

00:00:06: Also stellen Sie sich mal vor sie wachen morgens auf unter ihnen brummt eine kleine Fabrik und trotzdem hören sie bei offenem Fenster nur die Vögel singen.

00:00:16: Klingt eigentlich fast so schön um wahr zu sein oder?

00:00:18: Absolut!

00:00:19: Aber genau das schauen wir uns heute an.

00:00:21: Wie köln nämlich dieses scheinbare Paradoxon von ja, von Industrie und ruhigem Wohnen im selben Gebäude lösen will?

00:00:28: Genau!

00:00:29: Wir entschlüsseln heute quasi die Stadtstrategie.

00:00:31: zwei Punkt Null, Kölner Perspektiven Zwei Tausend Dreißig Plus

00:00:35: Richtig.

00:00:36: unsere Mission bei dem Ganzen ist herauszufinden wie so eine Million statt nach all diesen Krisenjahren ihren Kompass für die Zukunft eigentlich neu ausrichtet.

00:00:44: Ja und was beim sichten des Materials wirklich sofort klar wird.

00:00:48: Wir haben hier überhaupt keinen klassischen starren Bebauungsplan vor uns.

00:00:51: Sondern?

00:00:52: Das

00:00:52: ist ein extrem flexibles Zielbild, um die Stadt nachhaltig und vor allem krisenresistent umzubauen.

00:01:01: Die Zeit dieser völlig isolierten Planung ist nämlich vorbei.

00:01:05: Die Strategie setzt da auf eine sogenannte dreihundertsechzig Grad Perspektive.

00:01:10: Okay, dreihundertsechzig Grad Perspektive.

00:01:13: Das klingt jetzt ehrlich gesagt erst mal nach typischen Behördenspräch?

00:01:17: Ja ein bisschen!

00:01:18: Was bedeutet das denn konkret im Alltag?

00:01:21: Wie wächst eine Stadt ohne einfach nur immer neue völlig seelenlose Vororte auf die grüne Wiese zu bitunieren?

00:01:27: Das ist genau der Punkt.

00:01:28: also statt dass das Verkehrsamt jetzt eine Straße baut und fünf Jahre später merkt das Bildungsdezernat plötzlich hoch da fehlt eine Bushaltestelle für unsere neue Schule.

00:01:38: Ah okay Verstehe, also weg vom Silo-Denken wieder auftaucht.

00:01:44: Wenn ich die Pläne richtig lese, bauen wir in Köln nicht mehr auf einem flachen Teller, sondern eher wie ein mehrstockiges Sandwich?

00:01:55: Ein sehr treffendes Bild!

00:01:57: Also köln will Gewerbe und Produktion tatsächlich stapeln und extrem Flächenequizient verdichten.

00:02:03: Okay aber da stellt sich mir sofort die Praxisfrage Wie soll das bitte funktionieren?

00:02:07: Wieso was meinen Sie

00:02:08: genau?!

00:02:09: Naja, wenn im Erdgeschoss schwere Maschinen laufen, dann fallen mir ganz oben im Dachgeschoss doch die Bilder von der Wand.

00:02:16: Also da sind laute Industrie-Gewerbe und ruhiges Wohnen im selben Quartier – das gibt auch sofort massive Lärmbeschwerden!

00:02:24: Ja, das denkt man zuerst….

00:02:25: aber genau da greift eben die clevere Architektur.

00:02:28: Dieses Sandwich funktioniert nämlich durch intelligente Pufferzonen.

00:02:32: Puffa-Zonen?

00:02:33: Wie genau kann man sich das

00:02:34: vorstellen?!

00:02:35: Man setzt leise gewerbliche Nutzungen … also Techbüro, Co-Working Spaces oder auch Activiers einfach in die mittleren Etagen.

00:02:44: Ah!

00:02:45: Die wirken dann quasi wie eine physische Schallmauer?

00:02:49: Ganz genau.

00:02:49: Eine Schallmauer zwischen der Raunproduktion unten und den Wohnungen ganz oben.

00:02:54: So entsteht die Stadt der kurzen Wege – und das auf minimaler Grundfläche.

00:02:58: Das reduziert halt auch die Versiegelung und fördert diese lebendigen durchmischten Fiedel.

00:03:03: Ja gut, aber so ein massives Konzeptgebäude.

00:03:06: Das kann man ja jetzt nicht einfach wahllos mitten in die historische Altstadt pflanzen?

00:03:11: Nein natürlich nicht!

00:03:12: Wo genau auf der Kölner Landkarte sollen diese extrem verdichteten Sandwiches denn nun eigentlich gebaut werden?

00:03:18: Die Pläne definieren dafür sieben spezifische Zukunftsräume – das sind große Areale mit einem enormen Wandlungspotenzial.

00:03:25: Haben Sie da ein konkretes Beispiel aus den Quellen?

00:03:27: Ja im Köln Norden entsteht beispielsweise ein komplett neuer Stadtteil, der nennt sich Kreuzfeld Und ein anderer ganz zentraler Hebel ist der geplante S-Bahnring.

00:03:37: Ah, das soll ja ein richtiger Meilenstein werden?

00:03:40: Genau!

00:03:40: Der soll als neues Rückgrat den völlig überlasteten Verkehrsnotenpunkt im Zentrum entlasten und er soll die äußeren Viertel endlich mal direkt miteinander vernetzen.

00:03:48: Moment mal... Wenn wir jetzt diese Zukunftsräume extrem verdichten und aufwerten, unterschreiben wir da nicht quasi gleichzeitig das Todesurteil für die lokale Kulturszene...

00:03:59: Wie kommen Sie darauf?

00:04:00: Na ja.

00:04:00: Die Mieten explodieren!

00:04:01: Die Lärmschutzauflagen für Ausgehshviertel werden strenger.

00:04:05: Bedeutet das nicht automatisch das aus für Clubs-und die freie Szene?

00:04:08: Die wären noch traditionell als erstes verdrängt.

00:04:11: Die Gefahr ist natürlich real – aber die Strategie erkennt diesen Konflikt schonungslos an….

00:04:16: und sie hat einen konkreten Abwehrmechanismus integriert.

00:04:19: Und

00:04:19: wie sieht der aus?

00:04:20: Anstatt den freien Markt einfach machen zu lassen, greift die Stadt planerisch ein.

00:04:25: Bestimmte Flächen werden rechtlich explizit als soziokulturelle Standorte ausgewiesen und geschützt.

00:04:30: Ach

00:04:31: krass!

00:04:31: Das heißt man deckelt dadurch im Grunde künstlich den kommerziellen Wert von diesen Gebäuden.

00:04:35: Richtig

00:04:35: – wenn auf einer Fläche rechtlich gar kein teures Luxusbüro gebaut werden darf dann bleibt die Pacht für die Kultur schaffenden kalkulierbar.

00:04:43: Clever

00:04:45: Ja, und zusätzlich will die Stadt auch massiv sogenannte Zwischennutzungen fördern.

00:04:50: Also Lehrstände sollen unbürokratisch für die Kreativwirtschaft freigegeben werden

00:04:54: Wahrscheinlich weil diese Szene oft der eigentliche Magnet für ein lebendiges Quartier ist oder?

00:04:59: Ganz genau das sind wirklich unverzichtbare Anker für die Quartiere.

00:05:02: Wahnsinn!

00:05:03: Da sieht man mal wieder Stadtplanung ist wirklich keine abstrakte Behördensprache.

00:05:07: Das bestimmt ganz hart darüber wie viel Freiraum Kultur Und auch Luftqualität wir alle morgen vor der eigenen Haustür haben Absolut.

00:05:15: Wenn diese Analyse für Sie spannend war, ermutige ich sie leiten Sie dem Podcast gerne an Freunde oder Kollegen weiter und passend dazu als ideale Ergänzung zu diesem Thema lege ich Ihnen Folge thirty-four ans Herz.

00:05:27: Oh ja stimmt!

00:05:28: Da ging es nämlich um die neue Mitte.

00:05:30: Köln passt wirklich perfekt dazu.

00:05:32: Und zum Abschluss vielleicht noch ein provokanter Gedanke direkt aus dem Material.

00:05:36: das Dokument nennt sich selbst nämlich bewusst nur einen Startpunkt.

00:05:40: okay Wenn also Obane Zwischennutzungen in Köln ab sofort ausdrücklich erwünscht sind, welche brachliegende Ecke oder welches leere Erdgeschoss in ihrem eigenen Viertel könnten Sie eigentlich selbst neu erfinden.

00:05:53: Sehr schöne Frage zum Schluss!

00:05:55: Das war eine weitere Folge von Snacks dem Snackable Podcast produziert von Ström New Audio Culture.

00:06:01: Schauen sie dann in die Show Notes für weitere Infos zu unserem Thema.

00:06:05: bis zur nächsten Folge.

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